Aufgaben des Fachdienstes

Vermittlungs- und Beratungsdienst Erziehungsstellen

Vor Beginn des Vermittlungsprozesses eines Kindes in eine unserer Erziehungsstellenfamilien wird die Zuständigkeit für die Beratung im Fachdienst definiert und in der Regel für die Dauer der Unterbringung beibehalten. Der Fachberater besucht die Familie etwa 14-tägig. Der kontinuierliche Kontakt zu den Pflegeeltern und dem Kind oder Jugendlichen ist uns wichtig. Die Beratungsgespräche dienen dem Austausch über aktuelle Entwicklungen, sind Reflexionshilfe im Alltag und ermöglichen rasche Unterstützung bei Krisen. Der systemische Zugang erweist sich in der speziellen Situation des „Kindes mit zwei Familien“ als hilfreich. Entwicklungspsychologische und psycho-dynamische Aspekte vertiefen die Perspektive auf und den Umgang mit dem Kind oder Jugendlichen.

Die Kooperation mit den betroffenen Jugendämtern und Vormündern gehört  zu den Aufgaben des Fachdienstes, ebenso die Vorbereitung und Durchführung der Hilfeplanung im Hinblick auf eine kontinuitätssichernde Erziehungsplanung und deren beratende und unterstützende Umsetzung in der Erziehungsstelle. Die Kooperation mit Schulen, Ausbildungsstätten, anderen Einrichtungen oder Fachdiensten liegt in der Regie der zuständigen FachdienstkollegInnen.

Ein wichtiger Teil der Beratung und Unterstützung ist die Zusammenarbeit mit den leiblichen Eltern des jungen Menschen; sowohl die Förderung des Kontaktes zu ihnen als auch das Erwirken ihrer positiven Zustimmung zur Unterbringung.

Neben dieser kontinuierlichen Begleitung und Beratung der Erziehungsstellen nimmt die Werbung, Vorbereitung und fortlaufende Qualifizierung von unseren Erziehungsstellenfamilien viel Zeit in Anspruch. Die KollegInnen des Fachdienstes arbeiten zudem in Gremien innerhalb und außerhalb der Einrichtung mit und sind beteiligt am Qualitätsentwicklungsprozess und der kontinuierlichen Weiterentwicklung der Konzeption.