Wodurch zeichnen sich unsere Erziehungsstellen aus?

Sozialtherapeutische Erziehungsstellen sind professionelle Pflegefamilien mit mindestens einem (sozial-)pädagogisch oder psychologisch ausgebildeten Elternteil. Sie nehmen ein Kind oder einen Jugendlichen in ihre Familie auf und leben entweder auf längere Dauer oder bis zur Rückkehr zur Herkunftsfamilie mit dem jungen Menschen zusammen. Das familiäre Setting ist die kleinste Betreuungseinheit und die individuellste Form der Unterbringung im Rahmen der stationären Erziehungshilfen. Sie ist gekennzeichnet durch besondere Intensität der Kommunikation und der sozialen Beziehungen. Sie ist ausgerichtet an normalen Alltags- und Lebensbedingungen und ermöglicht dem Kind oder Jugendlichen die Teilnahme am privaten Leben der Betreuungspersonen. Erziehungsstellen sind möglichst normale Lebensorte, die zugleich ein sozialpädagogisch professionelles Lernfeld bieten.

Erziehungsstellen haben bei uns bewusst den Status einer Pflegefamilie. Die Martin-Bonhoeffer-Häuser schließen mit den Pflegepersonen einen Freien Dienstvertrag. Mit diesem wird kein sozialversicherungspflichtiges Anstellungsverhältnis begründet. Das Zusammen-Leben als „Familie“ steht im Zentrum.

Die Pflegeeltern vertreten die Belange des Kindes oder Jugendlichen im Lebensfeld und nehmen die Personensorge stellvertretend für die Personensorgeberechtigten wahr. Sie geben dem Kind oder Jugendlichen einen verlässlichen und förderlichen Lebensort, ein neues Zuhause. Im Wissen um die Herkunft des Kindes oder Jugendlichen planen und gestalten sie deren Gegenwart und Zukunft. Sie kennen Entwicklungsbedürfnisse des Kindes oder Jugendlichen und helfen ihm, im strukturierten Alltag zu lernen, was man in diesem braucht. Sie erfüllen entwicklungspädagogische Aufgaben ebenso wie Hilfen bei der Bewältigung von schulischen oder beruflichen Aufgaben und unterstützen Fördermaßnahmen in Psycho- und/oder Sozialtherapie.

Die Pflegepersonen bringen ihr Fachwissen, ihre Reflexionsbereitschaft und –fähigkeit sowie ihre Lebenserfahrungen in ihre Arbeit ein. Aufgrund der besonderen Schwierigkeiten in den Lebensumständen der Kinder und Jugendlichen arbeiten sie eng mit ihren FachberaterInnen und anderen Fachkräften (z.B. TherapeutInnen) zusammen.


Sollten Sie sich als Familie oder mit Ihrem Partner/Ihrer Partnerin für diese anspruchsvolle Aufgabe interessieren, nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf. In einem ausführlichen Gespräch können wir gemeinsam die Voraussetzungen klären und über Ihre Möglichkeiten und Vorstellungen ins Gespräch kommen.

Ihre Ansprechpartnerin:

Wera Thomßen

Dipl.-Päd.
Bereichsleiterin Sozialtherapeutische Erziehungsstellen

Kontakt:
Tel. 07071/5671-23
Fax 07071/5671-11
E-Mail: wera.thomssen[AT]mbh-jugendhilfe.de