Rappel voll und Bomben Stimmung....

herrschte am Sonntag den 23. September vor dem Bürgertreff NaSe. Denn die NaSe (nachbarschaftlichen Selbsthilfe) wurde 25 Jahre alt.

Alle kamen mit einer Schüssel voll leckerem Essen in den Hof und gesellten sich rund um’s Büffet. Auf der Bühne spielte die Schülerband der Französischen Schule den Eröffnungssong – um den Gast Redner Cord Soehlke feierlich zu begrüßen. Der hatte allerdings verschlafen, aber macht ja nichts, als Nachbar der NaSe konnte man mal kurz zu ihm rüber springen und ihn aus dem Bett klingeln. So lebt es sich eben unter Nachbarn in den Vierteln der kurzen Wege. Das mobile Wohnzimmer des Stadtmuseums diente als Bühne und gab dem Fest im Hof einen schönen Charakter. Für alle Altersgruppen war Programm geboten. In den Räumen des Bürgertreffs führte eine Bilderausstellung durch 25 Jahre Geschichte. Uta Kohler hatte die letzten Monate liebevoll Interviews geführt und alte Zeitungsartikel recherchiert. Die nächsten Wochen kann man die Ausstellung weiterhin im Bürgertreff besichtigen. In den Räumen der NaSe ließ Ralf Vosseler die Besucher das Abenteuer Gehör erleben. Er gehört zur Tinnitus Selbsthilfegruppe, die sich dienstags abends im Bürgertreff NaSe trifft. Die Playback Theatergruppe spielte Anekdoten, die Gäste aus dem Publikum erzählten. Viele der Gäste hatten sich lange nicht gesehen. Man hatte sich viel zu erzählen, dazu konnte man gemütlich einen alkoholfreien Cocktail an der Trinkbar genießen, während die Kinder am Tischkicker, beim Turmbau, Kinderschminken oder mit dem NaSe mobil beschäftigt waren.

Auf der Bühne erzählte Sibylle Gölz von den Anfängen der NaSe. Viele Menschen, die die NaSe schon lange kennen, waren gekommen und erinnerten sich.

Die Klasse 4 a der Hügelschule trommelte unter der Leitung von Beate Ullrich komplexe Rhythmen und als Highlight rundeten die Rapper msd records die Bühnenshow ab. Am Ende wurden die Boxen bis zum Anschlag aufgedreht und der ganze Hof tanzte mit Dilek Ipek an der Spitze. Sie leitet jeden Freitag Abend den orientalischen Tanz im Bürgertreff an.

Am Ende waren alle glücklich und zufrieden, was für eine schöne Nachbarschaft! Es war zwar stürmisch, aber der Regen kam zum Glück erst in der Nacht.