Erlebnispädagogik pur

Das jährliche erlebnispädagogische Angebot zur Befahrung der Falkensteinerhöhle wurde dieses Jahr kombiniert mit einer internen Fortbildungsmöglichkeit für interessierte Mitarbeiter*innen. Lerning by doing, aber unter professioneller Anleitung!

Die Fortbildungsteilnehmer*innen trafen sich bereits vor der Tour zu einer ausführlichen Theorieeinheit. Sie lernten dabei einiges über die Entstehung und Entwicklung von Karsthöhlen, aber auch über die entscheidenden Sicherheitsregeln für die Befahrung von wasserführenden Horizontalhöhlen, die manche Risiken ausschließen und im Notfall das Überleben sichern können. Der diesjährige Höhlenausflug war gut vorbereitet und professionell begleitet: Jeder einzelne – ob erwachsen oder jugendlich – machte eine neue bereichernde Erfahrung. Insbesondere weil sensibel und respektvoll mit den unterschiedlichen Bedürfnissen und Befindlichkeiten der Teilnehmer*innen umgegangen wurde. Kompromisse waren notwendig. Ein Teilnehmer entschied sich bereits nach einigen hundert Metern zum Umdrehen und er wurde wohlwollend hinausbegleitet. Andere wiederum suchten nach gesteigerten Herausforderungen und trauten sich durch schwierige Engstellen und sogar durch den nur leicht „geöffneten“ ersten Siphon mit einem wenige Zentimeter schmalen Luftspalt.

Wie relevant und unbedingt ernstzunehmen die gute Planung und Vorbereitung einer solchen Unternehmung ist, wurde auf eindrücklichste Weise nur eine Woche später durch eine extrem aufwendige Rettungsaktion in der Falkensteinerhöhle unter Beweis gestellt, als zwei Männer im Inneren der Höhle vom steigenden Wasserpegel überrascht wurden!