28 Nachwuchs-Mitarbeiter*innen für Los Ämmerles geschult

28 Jugendliche im Alter von 14 und 15 Jahren wollen dieses Jahr erstmals bei der Spielstadt Los Ämmerles mitarbeiten. „Ich engagiere mich, um anderen Kindern die Freude zu ermöglichen, die ich als Los-Ämmerles-Kind ebenfalls hatte. Damit möchte ich auch den damaligen JuMis danken.“ So reflektiert ein Jugendlicher seine Motivation am Ende des Kurses, der für die jugendlichen Mitarbeiter*innen (JuMis) von der gemeinwesenorientierten Jugendarbeit Ammerbuch / Ammerbuch Aktiv angeboten wurde.

Im Rahmen des JuMi-Kurses wurden drei sechsstündige Schulungstage angeboten, in denen die Jugendlichen auf ihre neue Aufgabe als Spielstadt-Betreuer*in vorbereitet wurden. Die meisten Jugendlichen haben komplett an allen drei Schulungstagen teilgenommen und erhielten dafür ein Qualipass-Zertifikat, das ihnen die Teilnahme an einer außerschulischen Bildungsmaßnahme quittiert. „Mir hat der JuMi-Kurs immer sehr viel Spaß gemacht, da wir viel Praktisches gemacht haben und ich mir so Dinge besser merken kann.“ „Ich habe viel gelernt, wie man mit Kindern umgeht.“ So lauten die Aussagen zwei weiterer JuMis. Tatsächlich stand im Kurs vieles auf dem Programm: Aufsichtspflicht, die Idee des Bedingungslosen Grundeinkommens in der Spielstadt (und die Diskussion darüber, wie die Jugendlichen ihr Leben gestalten würden, wenn es ein solches gäbe), Hygienevorschriften, die Rolle als JuMi in der Spielstadt, pädagogischer Umgang mit Kindern, Rollen im Team, Feed Back Regeln, Selbst- und Fremdwahrnehmung und Kooperationsübungen. Zudem wurde gemeinsam überlegt, wie Umweltschutz in den Arbeitsstellen, in denen die Jugendlichen bei Los Ämmerles arbeiten, am besten umgesetzt werden kann. Aufgelockert wurden die thematischen Einheiten durch das Kennenlernen und gemeinsame Ausprobieren von Spielen, die Jugendleiter mit Gruppen durchführen können, durch Pausen mit Pizza, Keksen und Zeit zum Schwätzen. Am dritten Schulungstag fand zudem ein Erste-Hilfe-Training statt. „Jetzt bin ich um Welten ruhiger wenn einem Kind etwas passiert“ schreibt ein Jugendlicher danach auf seine Postkarte. Auf Postkarten, die sie an sich selbst adressierten, schrieben die Jugendlichen am Ende des dritten Schulungstages vergangenen Dienstag, was ihnen von dem im Kurs Gelernten besonders wichtig ist. - Und warum sie sich ehrenamtlich engagieren möchten. Nach den Sommerferien, wenn ihr erster Einsatz als JuMi bei Los Ämmerles bereits hinter ihnen liegt,  werden sie diese Karten zur eigenen Reflexion zugeschickt bekommen. Nun bleibt ihnen zu wünschen, dass sie tolle Erfahrungen bei ihrem ehrenamtlichen Engagement sammeln und dadurch motiviert sind, sich auch weiterhin in Ammerbuch – oder wo ihr Weg sie hinführt – einzubringen!                                                                                 Annemarie Lemeunier