Landesmodellprojekt WiKo - Gestaltung wirkungsvoller Kooperation von Jugendhilfe und Schule

Kooperation von Jugendhilfe und Schule...... - nötiger denn je!

Durch die Beteiligung unserer Einrichtung zusammen mit zwei Ganztagsschulen in der Tübinger Südstadt - der Hügelschule und der Französischen Schule - hatten wir zwischen 2009 und 2011 Gelegenheit unsere Kooperation von Jugendhilfe und Schule, insbesondere die individuelle Förderung von Kindern und die dafür notwendige verbindliche Zusammenarbeit zu überprüfen und weiterzuentwickeln.

Es war ein spannendes und zeitintensives Projekt, das sich aber auf alle Fälle gelohnt hat.

Neben einer Vielzahl an Instrumenten, die nun im Alltagshandeln Anwendung finden, der Abstimmung von Verfahrensabläufen und Kooperationsgrundsätzen, dem wechselseitigen Aufzeigen der Handlungsmöglichkeiten, war ein wichtiger Garant für den Erfolg des Projektes die gemeinsame Auseinandersetzung und Qualifizierung der Lehrkräfte, der SozialpädagogInnen des Betreuungsbereichs und der Jugendhilfefachkräfte an und außerhalb der Schule.

Gemeinsame Entwicklung gelingt am besten vor dem Hintergrund gemeinsamer Erfahrungen!

Sollten Sie Interesse an den entwickelten Instrumenten und der Kooperationsvereinbarung haben, so finden Sie nebenstehend die einzelnen Dokumente als Downloads.


Aus den Projekterfahrungen lassen sich einige übergreifende Erkenntnisse und Entwicklungsbedarfe formulieren, an denen wir in den nächsten Jahren weiter arbeiten werden:

  • Die Arbeit an gemeinsamen Kooperationszielen von Jugendhilfe und Ganztagsschule ist für alle Partner eine wichtige und zentrale Grundlage für professionelle Kooperation. Beides benötigt neben einem Ort und Rahmen, an dem dies befördert wird, ausreichend Entwicklungszeit.
  • Das produktive und konstruktive Zusammenwirken der unterschiedlichen Akteure aus den Bereichen Bildung, Betreuung und Erziehung ist möglich, erfordert jedoch Zeitressourcen zur Erarbeitung der Grundlagen tragfähiger Kooperationsabsprachen und Zeitressourcen um die Regelkooperation langfristig zu sichern.
  • Schulentwicklung und Jugendhilfeplanung müssen besser aufeinander abgestimmt werden und bestenfalls als integrierte Planung erfolgen.
  • Als gravierendstes Problem erwies sich im Projektverlauf die strenge und teils starre strukturelle Abgrenzung der unterschiedlichen Leistungssysteme und eine damit verbundene Segmentierung der Zuständigkeiten. Individuelle und flexible Förder- und Hilfeleistungen werden dadurch erschwert. Was fehlt sind systemübergreifende innovative Organisations- und Finanzierungsstrukturen.

Dies sind Entwicklungsaufgaben, die auch nach dem WiKo-Projekt die Kooperation von Jugendhilfe und Ganztagsschule und unsere Arbeit weiter herausfordern werden.

Weitere Hintegrundinformationen zum Wiko-Projekt und die Abschlussdokumentation mit Berichten auch der anderen Modellstandorte finden Sie auf der Homepage des KVJS unter dem Stichwort "Wirkungsorientierte Weiterentwicklung von Kooperationen und Netzwerken der Jugendhilfe".


Ihr Ansprechpartner für die Projektumsetzung:

Dr. Matthias Hamberger

Dipl.-Päd.
Vorstand des Vereins und Leiter der Einrichtung

Kontakt:
Tel. 07071/5671-10
Fax 07071/5671-11
E-Mail: matthias.hamberger[AT]mbh-jugendhilfe.de