| Die
Jugendhilfestation Tübingen-Nord
Sie stellt für
ihren Einzugsbereich Waldhäuser-Ost, Wanne und Hagelloch ein differenziertes
Angebot zur Verfügung. Der Bedarf unterschiedlicher Zielgruppen soll
ebenso beachtet sein, wie die Notlage des Einzelfalls. Das erfordert Durchlässigkeit,
ohne die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen nach personeller
Kontinuität, Verläßlichkeit, Vertrautheit und Abgrenzung
zu mißachten. So sind die Leistungen der JHS sowohl Erziehungshilfen
nach § 27 ff des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (KJHG) als auch offene
und stark präventiv ausgerichtete Hilfen.
Folgende Angebote
stehen derzeit zur Verfügung:
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Sozialpädagogische
Gruppenangebote - Soziale Gruppenarbeit (SGA) für ältere
Kinder und Jugendliche
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| Die SGA findet je nach
Einzelangebot in der Kerngruppe oder frei zugänglich an zwei bzw.
drei Nachmittagen je Woche statt. Inhalte sind sowohl die schulische oder
ausbildungsbezogene Unterstützung als auch Freizeitaktivitäten
in unterschiedlichen Zusammensetzungen, Jungen- und Mädchentreff,
Grundschul-Gruppe an der Schule, Teenie-Treff und Projekte wie Zirkus-
oder Videogruppe. Die Jungen und Mädchen profitieren durch soziales
Lernen in der Gruppe, durch Möglichkeiten des Erkennens und Erweiterns
der eigenen Stärken, aber auch durch die angeleitete Auseinandersetzung
mit konflikthaften Verhaltensweisen.
Projekt
W17
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Familienergänzende
Hilfen zur Erziehung in lebensweltbezogener, flexibilisierter Tagesbetreuung
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| Die Tagesgruppe erbringt
ihre Leistungen für 12 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 7
und 17 Jahren in enger Zusammenarbeit mit ihren Familien, den Schulen und
allen für das Wohl ihrer Schützlinge relevanten Personen oder
Institutionen. Sie hat an 280 Tagen jährlich geöffnet und arbeitet
in einem Setting, das individuelle pädagogische Bedürfnisse durch
Binnendifferenzierung des Angebots berücksichtigt. Hierbei geht es
zunächst um intensive schulische Förderung, um Sicherheit durch
verläßliche und belastbare Beziehungen und das Erlernen eines
realistischen Umgangs mit den eigenen Stärken und Schwächen.
Zudem wird durch das konstante Team von sozialpädagogischen Fachkräften
eine Vielzahl individuell bedarfsgerecht arrangierter Lern- und Übungsfelder
gewährleistet. Familiengespräche, Elternberatung, erforderliche
alltagspraktische Hilfen und gemeinsame Aktivitäten mit Eltern und
Kindern (z.B. Familienfreizeit) tragen zur Stabilisierung der familiären
Situation bei. Sie ermöglichen in aller Regel den Verbleib des Kindes
in der Familie und befördern die Entwicklung neuer Perspektiven. Bei
Bedarf des Einzelfalls sind – ohne Wechsel der Betreuungsperson – zeitlich
erweiterte oder reduzierte Betreuungsarrangements realisierbar. In Krisensituationen
besteht die Möglichkeit zur intensiven Intervention und zeitweiligen
Unterbringung des Kindes auch über Nacht oder am Wochenende.
WHO-Gruppe
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Mobiler Dienst
für flexible erzieherische Hilfen
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| Der Mobile Dienst (MD)
leistet flexibel einzelfallbezogene Hilfen für Kinder, Jugendliche,
junge Erwachsene und Familien. Grundlage ist das Kinder- und Jugendhilfegesetz:
§ 30, Erziehungsbeistand/Betreuungshelfer; § 31, sozialpädagogische
Familienhilfe (SPFH); § 34 als sonstige betreute Wohnform in der Ausgestaltung
des betreuten Jugendwohnens (BJW) und § 35, intensive sozialpädagogische
Einzelbetreuung (ISE). Die Leistungen werden in gemeinsamer Hilfeplanung
aller Beteiligten individuell und dem aktuellen Bedarf angemessen zugeschnitten.
Sie umfassen die sozialpädagogische Beratung, die alltagspraktische
Begleitung und Unterstützung der Familie bzw. des jungen Menschen
und die Betreuung der Kinder und Jugendlichen im schulischen bzw. Ausbildungsbereich.
Sowohl in der Familienarbeit als auch in den Einzelbetreuungen ist Absicht,
Hilfe zur Erhellung und Bearbeitung von Ursachen und Konflikten zu leisten.
Eigenkräfte werden mobilisiert, neue persönliche, familiäre,
lebensweltliche Ressourcen und Perspektiven erschlossen und die Belastbarkeit
im Alltag und insbesondere auch bei Krisen gestärkt
Mobiler
Dienst
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Vernetzung und
Kooperation
Die Angebote sind
untereinander durchlässig vernetzt und unter Beibehaltung personeller
Kontinuität auch in unterschiedlichen, dem Einzelfall angemessenen
Kombinationen möglich. Die JHS kooperiert mit allen für die Jugendhilfe
im Sozialraum relevanten Personen, Gruppierungen und Institutionen. Dies
geschieht in unmittelbarer Zusammenarbeit und in regionalen Arbeitsgemeinschaften.
Neben der Analyse von Bedarfslagen und Angebotsstruktur mit daraus folgenden
Absprachen und Planungen führt die Zusammenarbeit auch zu gemeinsamen
offenen Angeboten für weitere Kinder und Jugendliche des Einzugsbereichs.
Das Gemeinwesen ist ständiger Ausgangspunkt von Planung und Umsetzung,
Feld zur Erschließung spezieller Ressourcen und gleichzeitig auch
Nutznießer der Bemühungen. Besonders eng ist die Zusammenarbeit
mit dem Allgemeinen Sozialdienst des Jugendamtes, der innerhalb der JHS
über ein eigenes Büro und Telefon verfügt und vor Ort Sprechstunden
anbietet. |