Unsere Gruppenangebote: Soziales Lernen, individuelle Förderung und Arbeit mit der ganzen Familie

Lebenweltorientierte Tagesgruppe

Unsere Tagesgruppen in Waldhäuser-Ost (WHO-Gruppe) und in der Tübinger Südstadt (Projekt Fips) unterstützen die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen durch soziales Lernen in der Gruppe, Begleitung der schulischen Förderung und intensive Elternarbeit. Wichtiges Ziel ist es, den Verbleib des Kindes oder des Jugendlichen in seiner Familie zu sichern (§ 32 KJHG). In ihrer geschichtlichen Entwicklung aus der Heimerziehung heraus entstanden, verbindet die Betreuungsform eine sehr intensive und mit hoher Qualifikation ausgestatte Leistungsstruktur der Einzelfallhilfe und Gruppenarbeit mit den Möglichkeiten des direkten Lebensweltbezugs ambulanter Arbeit.

Zielsetzungen sind:

  • die Überwindung von Notlagen und meist reaktiven Verhaltensproblemen durch einen gelingenden, klar strukturierten Gruppenalltag. Die Tagesstruktur in der Gruppe bietet gleichermaßen eine geregelte Versorgung, menschliche Wärme, persönliche Zuwendung, Verständnis, Aufmerksamkeit, Vorbilder, Orientierung, Anleitung, Förderung und Forderung sowie Reifung über Reibung und Auseinandersetzung mit der Gruppe und mit verstehenden Erwachsenen
  • die gute Stabilisierung der Mädchen und Jungen mittels kontinuierlicher Unterstützung und konsequenter Förderung des schulischen- oder Ausbildungsweges in enger Zusammenarbeit mit ihren LehrerInnen oder Ausbildungsstellen
  • das Vertrauen in die eigene Kraft und Fähigkeit durch Kennenlernen und den geförderten Ausbau persönlicher Stärken, z.B. in sozialen, kommunikativen, künstlerischen, handwerklichen, sportlichen oder spielerischen Bereichen
  • die Stärkung der elterlichen Erziehungskompetenzen und aktive Unterstützung der Familie bei ihren Bemühungen um die Verbesserung der familiären Gesamtsituation in Form von Eltern- und Familienberatung, Familienkonferenz, Elternabend, gemeinsame Eltern-Aktivitäten und gemeinsame Eltern-Kind-Freizeit, alltagspraktische Hilfen, Vermittlung von speziellen Hilfeleistungen (von der Schuldnerberatung bis zur Familientherapie), Krisenintervention und ggf. Krisenunterbringung des Kindes auch über Nacht und am Wochenende
  • die sozialräumliche Integration durch Einbeziehung des weiteren sozialen Umfeldes, teilweise Öffnung des Angebotes für Freundeskreis und SchulkameradInnen, enge Kooperation mit den jugenhilferelevanten Personen und Einrichtungen des Einzugsbereiches und Mitwirkung in regionalen Arbeitsgemeinschaften.

Unsere beiden Tagesgruppen:

» Tagesgruppe WHO, Tübingen Nordstadt
» Tagesgruppenbetreuung im Rahmen des familienintegrativen Projekts Fips

Intensive Soziale Gruppenarbeit (ISGA)

Das Angebot der Intensiven Sozialen Gruppenarbeit arbeitet mit einem ausgewiesenen gruppenpädagogischen Konzept - ähnlich dem der Tagesgruppe, allerdings in einer größeren zeitlichen Flexibilität. Wichtigstes Ziel ist es jedes Kind und jeden Jugendlichen in seiner persönlichen, emotionalen und sozialen Entwicklung zu fördern.

Die Hilfe beinhaltet:

  • Unterstützung bei der Integration in Familie, Schule und Nachbarschaft
  • Stabilisierung und Förderung der emotionalen, kognitiven und sozialen Kompetenzen der jungen Menschen
  • Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Familie und Stärkung der erzieherischen Ressourcen der Eltern
  • Gemeinsame Erarbeitung individueller Ziele und ressourcenorientierte Unterstützung der Entwicklungsaufgaben
  • Vermittlung neuer sozialer Erfahrungen und alternativer Verhaltensmöglichkeiten in der Gruppe und im Rahmen der Einzelförderung

Die Betreuung erfolgt an drei bis fünf Nachmittagen. Individuelle Förder- und Einzelangebote und eine kontinuierliche Arbeit mit den Eltern, dem ganzen Familiensystem und die verlässliche Kooperation mit Schulen eröffnen neue Entwicklungsperspektiven.

In der Tübinger Südstadt gibt es zwei Gruppen mit unterschiedlicher Altersstruktur:

» ISGA Pauligruppe für Kinder im Alter ab ca. 6 Jahren
» ISGA für Jugendliche (Astrid-Lindgren-Weg)

Soziale Gruppenarbeit im Gemeinwesen und an Schulen

Unsere Angebote der sozialen Gruppenarbeit werden an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Formen durchgeführt. In der Regel steht das Angebot den Kindern und Jugendliche an zwei Nachmittagen in der Woche zur Verfügung. Die Angebote werden für Mädchen und Jungen teils gemeinsam und teils geschlechterdifferenziert, in der Regel aber in altershomogenen Gruppen gestaltet.

Wichtige Inhalte der Sozialen Gruppenarbeit sind sowohl die schulische oder ausbildungsbezogene Unterstützung als auch Freizeitaktivitäten. Erlebnispädagogische Projekte machen Gruppenerfahrungen möglich, in denen Gemeinsamkeit und Zusammenhalt besonders gefragt sind. Die Jungen und Mädchen profitieren durch soziales Lernen, durch Möglichkeiten des Erkennens und Erweiterns der eigenen Stärken, aber auch durch die angeleitete Auseinandersetzung mit konflikthaften Verhaltensweisen.

Im Zuge der Ganztagsschulentwicklung setzen wir die Angebote der Sozialen Gruppenarbeit in den schulischen Alltag integriert um. Dort, wo sinnvoll, insbesondere bei Jugendlichen, gewährleisten wir einen alternativen Lernort teils mit, teils neben bzw. nach der Schule.

Soziale Gruppenarbeit gibt es an folgenden Standorten:

» Waldhäuser Ost, Tübingen
» Grundschule Hügelschule, Tübingen
» Marienburgerstraße, Tübingen
» Jugendhilfestelle Ammerbuch

Ihre Ansprechpartner:

Frank Jeschek

Dipl.-Päd.
Bereichsleiter für die Jugendhilfestation Tübingen-Süd

Kontakt:
Tel. 07071/5671-200
Fax 07071/5671-11
E-Mail: frank.jeschek[AT]mbh-jugendhilfe.de

 


Heinz Henes

Dipl.-Päd.
stellv. Leiter der Einrichtung
Bereichsleiter für die Jugendhilfestationen Tübingen-Nord und Ammerbuch

Kontakt:
Tel. 07071/5671-15
Fax 07071/5671-11
E-Mail: heinz.henes[AT]mbh-jugendhilfe.de

 


Impressionen zum Jahresende


Winterfest in der Pauligruppe...

 

Es war wieder soweit! Neun fleißige Kinder kneten Teig, schneiden Gemüse, belegen ihre Wunschpizza und bereiten den Kinderpunsch für das Winterfest. Bald duftet es so lecker, dass später kein Krümel übrig bleiben wird! Aufgeregt und in Vorfreude auf ihre Geschenke flitzen sie durch die Räume, die nun "ihre" gworden sind. Sie sind angekommen. Dann geht es raus auf den Lorettoplatz. Da kommt er! Durch den Schnee stapft der Weihnachtsmann, sein treuer Elch ist fußlahm und muss getragen werden. Und das an diesen Tagen! Als hätte er nicht schon genug zu tun. Nun ja er hat es geschafft. Und wie immer freut er sich über die stolzen Kindergesichter, wenn sie ihr ganz persönliches Gedicht vorgetragen bekommen und die anderen Kinder erraten von wem dieses wohl handelt.