SpaS - Sport am Samstag

Seit drei Jahren besteht das samstägliche Angebot. Das Kooperationsprojekt SpaS wird betreut von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der städtischen Fachabteilung Jugendarbeit der Universitätsstadt Tübingen, der Jugendhilfestation Süd der Martin-Bonhoeffer-Häuser und des Vereins Pfunzkerle e.V (Tübinger Fachstelle ‚Jungen- und Männerarbeit’).

In der Regel können alle Mädchen und Jungen in Tübingen im Alter von zwölf bis 16 Jahren jeden ersten Samstag im Monat – außer den Sommerferien – das freie Sport- und Freizeitangebot kostenfrei und unabhängig von einer Vereinszugehörigkeit wahrnehmen. Die Interessen und Bewegungsbedürfnisse der jugendlichen Sportler/ innen fließen in die Programmangebote ein. Auch in der Mitgestaltung und Organisation des Abends können die Jugendlichen aktiv werden.

Mindestens zwei hauptamtliche Sozial- oder Sportpädagogen sind anwesend, betreuen die Angebote, sorgen für die Organisation und den sicheren Ablauf. Der Samstag wird als Freizeitsporttermin gut angenommen. Die Uhrzeit (in der Regel 18 bis 21 Uhr) ist für die Altersgruppe sehr attraktiv, weil samstagabends wenig geboten ist, zu dem die Jugendlichen Zugang haben. Zunehmend finden auch Mädchen ihren Raum, ihre Bewegungsbedürfnisse beim Breakdance, beim Parkour und bei freiem Volleyballspiel einzubringen. Manche Sportvereine und sportliche Initiativen nutzen die Möglichkeit, ihre Jugendangebote‚ zum Schnuppern’ vorzustellen.

Der Samstag wird als Freizeitsporttermin gut angenommen. Die Zeit zwischen 18 und 21 Uhr ist für die Altersgruppe sehr attraktiv, weil Samstag abends wenig geboten ist, zu dem diese Jugendlichen Zugang haben. Zunehmend finden auch Mädchen Raum, ihre Bewegungsbedürfnisse beim Breakdance, beim Parkour , bei freiem Volleyballspiel oder beim Badminton und zaghaften bis zupackenden Fußballversuchen einzubringen.

Immer wieder locken auch spezielle Angebote: Der
Besuch der Jugend-Rollstuhlbasketballer des Tübinger Rollstuhlsport- und Kulturvereins mit gemeinsamem Rolli-Basketball war ein besonderer Höhepunkt. Nach anfänglichen Berührungsängsten und Unsicherheiten probierten alle anwesenden Jugendlichen die ungewöhnlichen Sportgeräte mit Begeisterung aus und kamen so mit den gehandicapten Sportlern in Kontakt. Viel Beachtung fanden auch die Besuche anderer Experten, wie z. B. die der Handballjugend der SG Tübingen, der ‚Capoeirista’ und der Breakdance-Kids, die regelmäßig trainieren. Seit geraumer Zeit finden die jugendlichen Fans der Crossover-Sportart Parkour ihren festen Platz beim SpaS. Ein Absolvent des Instituts für Sportwissenschaft begleitet dieses Angebot auf Honorarbasis, gemeinsam mit einem älteren, erfahrenen Jugendlichen.

Über den freizeitsportlichen Aspekt hinaus gibt es noch eine weitere, sozialpädagogische Dimensionen des Sport am Samstag: Manche Jugendliche im Umfeld von Jugendhilfe und Jugendarbeit haben ein eher schwach ausgeprägtes Selbstwertgefühl und neigen bei fehlender Anerkennung zu vermehrtem Risikoverhalten und Selbstüberschätzung – nicht nur im Straßenverkehr. Sport, hier insbesondere Parkour, bietet die Möglichkeit, den eigenen Körper zu erfahren, Selbstwirksamkeit, Selbstwert und Körpergefühl, aber auch Begrenzungen, Regeln und Gefahrensituationen zu erleben. Außerdem bietet das gemeinsame Sporttreiben die Chance zu Kontakt und zur Auseinandersetzung mit anderen.

Diese Aspekte spielen auch im Rahmen der Sucht- bzw. Alkoholprävention eine wichtige Rolle: SpaS verschafft Anregungen zu aktiven und echten Freizeiterlebnissen. Spaß, Spannung, Entspannung und Risikomomente werden erfahrbar, die in der Form nur ohne Alkohol und Drogen möglich sind.

Auf einer spielerischen Ebene werden in der Prävention wichtige Themen wie Vertrauen, Einschätzen von sich selbst und anderen, Wahrnehmung und Sinne) ohne Zwang vermittelbar, Gesprächsanlässe zum Thema Drogen und Alkohol entstehen, Informationen  und Anregungen zum eigenen und beobachteten Konsum- und Freizeitverhalten können vermittelt werden.

Aktuelle Termine SpaS für 2011

 

Weitere Informationen:

 

Michael Weyhing

Universitätsstadt Tübingen

Koordinationsstelle „Sport, Bewegungskultur & Prävention“

Lorettoplatz 2, 72072 Tübingen

Tel: 07071 / 364059

E-Mail: sportkoordination[AT]web.de

 

Heiner Gudbrod

Martin-Bonhoeffer-Häuser

Bürgertreff/ ‚Nase’

Janusz-Korczak-Weg 1, 72072 Tübingen

Tel.: 07071 - 360554

E-Mail: nase[AT]mbh-jugendhilfe.de

 

Armin Krohe-Amann

Pfunzkerle e. V. 72072 Tübingen
Tel.: 07071 - 360989
E-mail: info[AT]pfunzkerle.org

www.pfunzkerle.org