Kinderspielstadt "Los Ämmerles"

Auch im Jahr 2010 war die Kinderspielstadt in Ammerbuch wieder ein großes Vorhaben. Im Frühjahr wuchs die Anzahl der engagierten BürgerInnen sprunghaft an, als Untergruppen mit der Planung und Vorbereitung (Materialbeschaffung, Gestaltung und Produktion von Spielgeld und Formularen...) für die einzelnen Bereiche Versorgung, Verwaltung, Produktion, Dienstleistung, Freizeit und Kultur mit ihren Vorbereitungen begannen.

Es folgte die öffentliche Ankündigung des groß angelegten Sommerfeienprogramms, die Phase der Anmeldung, die in diesem Jahr mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung erfolgte und erneut kam das Kernteam zu der Erfahrung, dass die Kapazität der Spielstadt dem Ansturm der interessierten Kinder nicht in vollem Umfang entsprechen konnte. Die ersten Planungen für das Projekt waren darauf angelegt einen Rahmen für die Teilnahme von 230 Kindern und Jugendlichen zu schaffen – schließlich war das Limit bei 270 TeilnehmerInnen gesetzt.

Kurz vor der Eröffnung der Spielstadt musste das Gelände an der Schule in Entringen vorbereitet und mit vielen Metern Bauzaun abgesichert werden. Zelte und Hütten wurden aufgebaut und das Material wurde bereitgestellt und ergänzt. 

Der Verlauf des gesamten Spielstadt-Projekts war geprägt von einer frohen, lebendigen und an den Arbeitsstellen ruhig-konzentrierten Athmosphäre. Als erfreulichen Erfolg betrachten wir die positiv gelungene Integration einer Gruppe von ca. 30 Kindern aus belasteten und armen Familien, denen die Teilhabe an diesem besonderen Ferienangebot zugänglich gemacht werden konnte.

Hier gelangen Sie direkt zur eigenen Homepage der Kinderspielstadt.


 

Wichtige Lernerfahrungen ....

  • Die Spielstadt bot mit dem spannenden Thema Afrika für die Kinder interessante kulturelle Aspekte und war eine richtige Attraktion. Das Angebot wurde begeistert wahrgenommen und führte tatsächlich viele Kinder der 6 Ortschaften Ammerbuchs zusammen – zugleich auch viele Eltern, die das Treiben auf dem Gelände vom ElternCafe aus oder bei einer Führung des Tourismusbüros beobachten konnten.
  • Durch die öffentliche Berichterstattung und in Folge der Kooperationsbeziehungen im Verlauf des gesamten Projektes ist es sicher gelungen zahlreiche Impulse dafür zu geben, dass sich Menschen auf´s Neue Gedanken darüber machten, „was unsere Kinder brauchen“.
  • Besonders viel erfahren haben aber sicher die Eltern, die ihre Kinder abends als Berichterstatter aus der Spielstadt bei sich hatten. Ihnen war viel zu erzählen über die Ereignisse des Tages und das eigene Tun dabei.
  • In bewundernswerter Weise ist es den aktiven Erwachsenen gelungen, die Kinder in ihrer Selbstorganisation zu unterstützen. Es gab viele Gelegenheiten für öffentliche Auftritte auf Bürgerversammlungen und im Wahlkampf für den Posten des Bürgermeisters zudem waren viele unterhaltsame Darbietungen geboten.
  • Es sind im Verlaufe des Spielstadt-Projektes viele Verbindungen neu geknüpft und vertieft worden, zwischen den Kindern, den am Projekt direkt Beteiligten, wie auch zwischen der Jugendhilfestelle und der Bürgerschaft.
  • Für die Kinder Und Jugendlichen bildete das komplexe Spielstadtleben ihrem Alter, entwicklungsstand und Interesse entsprechend vielfältige Erfahrungsräume und Möglichkeiten der Teilhabe an. Ein Teil der Kinder brauchte eingangs einige Aufmerksamkeit und Unterstützung, doch alle waren bereits am zweiten und dritten Tag so gut orientiert und eingebunden, dass sie sich recht sicher bewegen und mitbestimmen konnten.
  • Mit unserem diesjährigen Motto der Kinderspielstadt "Los Ämmerles in Afrika" hatten die Kinder zudem die Möglichkeit unseren Nachbarbarkontinent besser kennen zu lernen, Vorurteile gegenüber Kulturen, die uns Europäern oft fremd sind, abzubauen und die Vielfalt dieses Kontinents als große Bereicherung zu erfassen. Die Kinder konnten dies mit großer Freude besonders direkt erleben bei künstlerischen Angeboten, beim Trommelkurs und bei der musikalischen Aufführung der afrikanischen Künstlergruppe SAFNAMA.

 


Wir danken der Jugendstiftung Baden-Württemberg für die freundliche Unterstützung!


 


Perspektiven 2010:

Die Projektidee der Kinderspielstadt ist eine „tolle Sache“, die, wenn es um die praktische Realisierung geht, stets neu entwickelt werden muss. Darin liegt ein Reiz auch für die Aktiven, die in der Vorbereitung viele Stunden und Energie auf die Ausarbeitung verwenden. Die Veranstaltung in 2010 mit „Los Ämmerles in Afrika“ ist insgesamt sehr gut gelungen und ermutigt uns voraussichtlich im Jahr 2012 das nächste Projekt zu starten.